Der Mudi,
Rassebeschreibung, Erscheinungsbild,
Pflege, Hüteverhalten
1. Rassebeschreibung
Der Mudi stellt die
dritte Art der ungarischen Treib- und Hütehunde dar. Sein Wesen und
Erscheinungsbild grenzt sich deutlich vom Puli und Pumi ab. Zu Beginn
der Sportzucht (ca. 1900) bemerkte man, dass sich diese Hunde
eigenständig neben den anderen Arten der Hütehunde durch Kreuzungen
entwickelt und ihre vorzüglichen Eigenschaften auch behauptet hatten. Er
erinnert an die süddeutschen, hauptsächlich in Baden-Württemberg
gehaltenen Schäfer- und Treibhunde, meist schwarz und mittelgroß mit
Stehohren, die in ihrer Art vergleichbar waren. 1966 erschien der
Mudi-Standard in deutscher Sprache und wurde auch von der FCI anerkannt.
Der Mudi ist sehr gelehrig und anspruchslos, ein angenehmer, reizender,
kinderlieber Familienhund, der darüber hinaus die gewünschten
Eigenschaften des Gebrauchshundes hat. Er ist lebhaft, seine
Bellfreudigkeit hält sich jedoch im Vergleich zum Puli und Pumi in
Grenzen. Für alle Hundesportarten eignet er sich hervorragend, das
Lernen macht ihm Spaß. Durch seine Eigenschaften ist er für Hundefreunde
interessant, die einen urwüchsigen, robusten Hund suchen, nicht zu groß
und doch ein ganzer Kerl! Natürlich ist auch für den Mudi das Haus mit
dem eingezäunten Garten ideal, doch kann man ihn, wenn er reichlich
Auslauf bekommt, auch in der Stadtwohnung halten.
2. Erscheinungsbild
Mittelgroß, hübscher Kopf, ausdrucksvolles Gesicht, Stehohren, dunkle
Augen, Gebäude fest, muskulös, harmonische Proportionen. Haarkleid
mittellang, glänzend schwarz oder weiß, immer gewellt, Es kommen auch
Schecken vor.
Schulterhöhe: 35 – 47 cm
3. Pflege
Ausgesprochen pflegeleicht, kämmen und bürsten genügt. Das Haarkleid ist
Schmutz abweisend.
In der Fütterung anspruchslos, robuste Gesundheit.
Lebenserwartung - 13 bis 15 Jahre.
Quelle
Klub für ungarische Hirtenhunde
4. Hüteverhalten
Im Vergleich zum Border Collie (Koppelgebrauchshund) gibt es einige
Unterschiede im Hüten, da die ungarischen Hütehunde meist an größeren
Herden eingesetzt werden. Die wichtigsten Unterschiede sind etwa :
-
der geringe Abstand zum Vieh
-
der Einsatz der Stimme
-
kein Fixieren in geduckter Haltung.
Der Mudi ist mehr der verlängerte Arm des Schäfers und treibt mit ihm
zusammen die Herde vor sich her.
Man kann sie zwar wie die Border Collies ausbilden, aber es fällt nicht allen
Mudis leicht. Eine gute Nachricht - sie mutieren nach den ersten
Hüteversuchen nicht zu Hütejunkies.
Quelle
www.mudi.de/hueten